Hühnerhaltung

Traditionelle Bauern sind in der Hühnerzucht äußerst selten geworden, “Der Terror der Ökonomie” herrscht heute in der Nahrungsmittelproduktion fast allumfassend. Wir dagegen widmen uns dem Erhalt von alten Geflügelrassen (Brahma, …), dadurch bleibt ein wichtiges Genreservoir erhalten.
In den letzten 10 Jahren haben wir 13 verschiedene Hühnerrassen jeglicher Körpergröße sowie Laufenten gehalten und gepflegt.

Die genetisch fixierte Eierschalen-Farbe ist bei unseren Tieren nicht schneeweiß oder standardbraun, sondern beige, hellbraun, bläulich, grünlich, braun oder dunkelbraun. Täglich fallen derzeit nur bis zu 12 frische Hühnereier an, so dass wir um die Nachfrage decken zu können, auf den Zukauf von Bio-Hühnereiern aus Mobilställen angewiesen sind. Sie erfüllen die gängigen Kriterien für die Zertifizierung als Bioei, unsere Eier hingegen haben wir nicht zertifizieren lassen, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Unsere Hühnerrassen dienten meistens der Gewinnung von Geflügelfleisch (wir schlachten diese “Zweinutzungstiere” allerdings nicht) und legen durchschnittlich nur jeden zweiten Tag ein Ei. Männliche Küken werden bei uns ausgebrütet und am Leben gelassen, in üblicher marktwirtschaftlicher Betrachtung ein unnötiger Kostenfaktor.

Die heute in der Massen-Eier-Produktion dominierenden Mischlingstiere (“ABCD-Hybride”) werden nach ausgeklügelten streng geheimen Kreuzungsplänen (Geschäftsgeheimnisse, deshalb nur selten patentiert) aus vier Rassenlinien gezüchtet, deren Aussterben es zu verhindern gilt (nicht nur, aber auch als “Kulturgut”).

Eine Hand voll industriellen Züchtern dominiert den weltweiten Markt.
Ihre Hochleistungs-Legehybriden dienen ausschließlich der Produktion von bis zu 320 Eiern pro Jahr, während dessen die Mauser durch ein besonderes Lichtregime verhindert wird. Nach 14 Monaten mit der ersten verspäteten Mauser sind sie nicht mehr rentabel und enden im Hundefutter, Tiermehl oder anderen nicht direkt der menschlichen Ernährung dienenden Produkten wie Seife.