Wir haben Agrarindustrie satt!

Seit 2011 fand jeweils zum Jahresbeginn in Berlin eine Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ statt. Der Trägerkreis besteht aktuell aus 58 Organisationen. Im Jubiläumsjahr ist der 16. 1. 2021 vorgesehen. Leider kann unter Pandemie-Bedingungen die höchst notwendige Aktion für gutes Essen und gute Landwirtschaft nicht wie üblich durchgeführt werden. Weitere Infos auf der Homepage der Veranstalter.

Drittes Rekordjahr

Das Gebiet der Hauptstadt ist nun schon deutlich über die bis 2100 angepeilte Obergrenze der Erderhitzung hinaus. Die Jahre 2018 bis 2020 waren in Berlin die drei wärmsten seit Messbeginn der Dahlemer Wetterstation im Jahre 1908. Der Durchschnittswert der Aufzeichnungen (8,8 °C) wurde um jeweils etwa 2,3 Grad überschritten (11,1 °C). Das entspricht sozusagen einer Versetzung der Vegetationsbedingungen um etwa 1000 km in Richtung Sahara. Fehlende Niederschläge verschärfen die Folgen. Beispielsweise sind reine Nadelwälder mittelfristig kaum noch zu retten.

Erster Frost

Lange hat es in diesem Jahr bis zu den ersten Frostnächten in Berlin-Buch gedauert, deutlich sieht man es nun beispielsweise an der in sich zusammengefallenen Kapuzinerkresse. Überhaupt ist dieser November (wieder mal) der wärmste seit Beginn entsprechender Temperaturaufzeichnungen, sowohl weltweit als auch regional. Rosenknospen springen auf, Hirtentäschel blüht grüppchenweise. Solche Pflanzen vergeuden Kraft, die eigentlich für die nächste Vegetationsperiode nötig wäre.