Essbare Landschaften

Auch außerhalb des Netzwerkes Albatros-Pegasus-Compass und trotz Nieselregens fühlt sich das ÖkoGut Buch als zuverlässiger Partner für Veranstaltungen bestätigt. Sehr einmütig wurde die Fahrradtour “Essbare Landschaften” vom Teilnehmerkreis gelobt. Sie begann im ÖkoGut mit mehreren Kräutertee-Kostproben und einem Rundgang durch den Permakultur-Bauerngarten.
Herzlichen Dank an die Organisatorinnen Eva (Naturpark Barnim), Susan und Isabelle (Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow).

Termine: Frühherbst in Buch

Am 11. 9. lädt das ÖkoGut Buch um 10 Uhr zur Fahrradtour “Essbare Landschaften” ein. Vier Stationen beginnend am Hofladen in Alt-Buch 51 mit kompetenten Erklärungen zu diesem Thema sind vorgesehen. Initiiert wurde die Veranstaltung vom Naturpark Barnim und der Koordinierungsstelle Umweltbildung Pankow. Weitere Infos stehen im PDF (hier klicken).

Bei Nachbarschaftsfesten wird sich das ÖkoGut unter anderem mit kurzen Wildkräuterführungen am 2. 10. in Alt-Hohenschönhausen und am 8. 10. in Buch beteiligen.

Termine: Frühherbst in Berlin

Kurz vor der Bundestagswahl wollen Umweltverbände nochmals auf die wachsende Bedeutung ökologischer Probleme hinweisen. Das von der Grünen Liga gegründete Umweltfestival soll in diesem Jahr am 19. 9. auf dem Gelände der Kulturbrauerei (Schönhauser Allee 36) stattfinden. Der globale Klimastreik fällt auf den 24. 9. und umfasst in Deutschland rund 200 Orte. Die zentrale Berliner Demo beginnt um 12 Uhr am Brandenburger Tor.

Am 18. und 19. 9. wird zudem Berlins langer Tag der StadtNatur 2021 (hier klicken) durchgeführt.

Rezension: Das Gartenjahr

Ian Spence
Das Gartenjahr
Die richtige Planung Monat für Monat
352 Seiten, Dorling Kindersley, Neuausgabe München 2021, ISBN 978-3-83104-153-4

Britisches Understatement

Der im Handel verlangte Preis für diese fleißige Arbeit ist besonders für Freunde von Blütenstauden absolut gerechtfertigt. Ökologie sowie Obst- und Gemüsebau sollten in eventuellen Folgeauflagen jedoch stärker berücksichtigt werden. Spezielle Spezialthemen wie Teiche vermisst man dagegen kaum. Dafür dienen dann Extrabücher oder gleich “Die neue Garten-Enzyklopädie” (ein im wahrsten Sinne des Wortes schwer beeindruckendes Kompendium) vom selben Verlag. Das optimale Buch für den Jahresablauf der Gartenarbeiten existiert offenbar noch nicht, wer fühlt sich dazu berufen?
Empfehlenswert, weil …
– Unter den hunderten Gartenbüchern gibt es nur wenige, deren Inhalt konsequent nach Arbeiten im Jahresablauf geordnet ist. Dabei ist diese übersichtliche Gliederung doch außerordentlich praxisnah, ebenso sinnvoll erscheint dann die weitere Gliederung innerhalb der Monate. Als halbwegs ernst zu nehmendes Konkurrenzprodukt ist nur der DDR-Klassiker “Rat für jeden Gartentag” erhältlich, welcher bislang 30 Auflagen erlebte.
– Sofort fällt auf, dass der Einband im Retro-Look mit vorzüglichster Bindequalität optisch und haptisch wirklich was hermacht. Das Layout wirkt edel, außen und innen.
– Auf den Buchseiten führen ein guter Kompromiss bei der Schriftgröße und viele Fotos zu einer großen Informationsdichte.
Bedenkenswert, weil …
– Es wird zwar nicht zu Giftanwendungen aufgerufen, dennoch hinkt der Inhalt dem zunehmenden Engagement vieler Hobbygärtner für Ökologie hinterher, über Permakultur und Regenwürmer beispielsweise sowie über die immer mehr in Mode kommende Verwendung von “Unkräutern” erfährt man fast nichts.
– Überhaupt behandelt der Autor die Nutzpflanzen gegenüber den Zierpflanzen stiefmütterlich, im Text kommen Obst und Gemüse zwar noch vor, bei den Fotos wirkt das Übergewicht der Blümchenporträts jedoch zu dominant.

Extremhitze in Nordwestamerika

Ziemlich schnell ist eine wissenschaftliche Studie “Rapid attribution analysis of theextraordinary heatwave on the Pacific Coast of the US and Canada” über die Extremhitze in Nordwestamerika im letzten Monat erschienen, Vergleiche mit den Waldbränden in Sibirien und Australien im vergangenen Jahr bieten sich an. Die Autoren rufen dazu auf, Notfallpläne zu überarbeiten und Frühwarnsysteme zu verbessern.

So isst Lichtenberg

Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
So isst Lichtenberg
Ein Bezirkskochbuch von Aserbaidschan bis Vietnam
84 Seiten, aperçu 2019, ISBN 978-3-98198-705-8

Liebevoll gestaltete Broschüre aus unserem Nachbarbezirk

Am Rande einer Veranstaltung wurden wir im ÖkoGut auf diese quadratische Multikulti-Broschüre aufmerksam. Sie wird inzwischen gratis beispielsweise über den von Sabine Kanis geleiteten Albatros-Kieztreff Lebensnetz verteilt. In Lichtenbergs Wiener Partnerbezirk Margareten entstand zwei Jahre zuvor eine ähnliche Broschüre.
40 Doppelseiten bieten in Text und Bild jeweils ein Porträt einer Person beziehungsweise einer Familie aus Lichtenberg mit einem Lieblingsrezept dazu. Das geht von einer kurdischen Schülerin bis zum isländischen Botschafter. Es dominieren Deutschland mit 17 und Asien mit 13 Gerichten. Für den Viktualienkauf bietet Lichtenberg mit den Märkten Dong Xuan (wörtlich “Frühlingswiese”, Herzbergstraße) und Stolitschniy (“Hauptstadt”, Landsberger Allee) beste Voraussetzungen. Aber bei mehreren Rezepten genügen auch schon sechs einfache Zutaten. Die gute Fotoqualität regt zusätzlich den Appetit an.