Wir haben Agrarindustrie satt!

Seit 2011 fand jeweils zum Jahresbeginn in Berlin eine Großdemonstration unter dem Motto „Wir haben es satt!“ statt. Der Trägerkreis besteht aktuell aus 58 Organisationen. Im Jubiläumsjahr ist der 16. 1. 2021 vorgesehen. Leider kann unter Pandemie-Bedingungen die höchst notwendige Aktion für gutes Essen und gute Landwirtschaft nicht wie üblich durchgeführt werden. Weitere Infos auf der Homepage der Veranstalter.

Drittes Rekordjahr

Das Gebiet der Hauptstadt ist nun schon deutlich über die bis 2100 angepeilte Obergrenze der Erderhitzung hinaus. Die Jahre 2018 bis 2020 waren in Berlin die drei wärmsten seit Messbeginn der Dahlemer Wetterstation im Jahre 1908. Der Durchschnittswert der Aufzeichnungen (8,8 °C) wurde um jeweils etwa 2,3 Grad überschritten (11,1 °C). Das entspricht sozusagen einer Versetzung der Vegetationsbedingungen um etwa 1000 km in Richtung Sahara. Fehlende Niederschläge verschärfen die Folgen. Beispielsweise sind reine Nadelwälder mittelfristig kaum noch zu retten.

Guten Rutsch!

Das ÖkoGut Buch wünscht Guten Rutsch allerseits! Auch unter den derzeit ungewöhnlichen Rahmenbedingungen schmieden wir viele Pläne für die Zukunft. Beispielsweise hoffen wir auf einen baldigen Start von Umweltbildungs- und Kulturveranstaltungen in unserem Garten.

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Warenkunde: Leinöl

Das im ÖkoGut Buch verkaufte Leinöl stammt von der Marke Bio Planète aus dem südfranzösischen Bram nahe Carcassonne. 1984 gründete die Familie Moog dort die erste Ölmühle mit 100 % zertifiziert ökologischer Produktion. Bei Bio Planète werden Leinsamen kalt gepresst und nach aufwendiger Filtration unter Schutzatmosphäre in eine Lichtschutzflasche gefüllt.
Leinöl ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Insbesondere seinen hohen Anteil an Omega-3 erreichen andere Öle kaum. Es riecht würzig nach Heu. Wegen seines niedrigen Rauchpunktes von 107 °C wird es überwiegend kalt verwendet. Besonders in Schlesien und Sachsen sowie Oberösterreich sind Kombinationen von Leinöl mit Quark oder Sahne populär. Die Erzgebirger mischen es mit Sonnenblumenöl in der Kartoffelpuffer-Pfanne. Leinöl wird auch für kosmetische Produkte sowie in einfacherer Qualität für Anstriche und Imprägnierungen genutzt.
Ehrlich muss man sagen, dass die Pflanzen für fast alle europäischen Leinöle heute aus Kasachstan kommen. Dies trifft sogar auf die bekannte ostdeutsche Marke Kunella zu, welche auf ihren Flaschen etwas irreführend mit den Spruch „Genuß aus der Spreewald-Region“ wirbt.

Vergleichen Sie doch einfach selbst einmal übliches Supermarkt-Leinöl mit dem Produkt von Bio Planète! Zum Geschmacksunterschied kommt noch hinzu, dass unser Öl nachhaltiger hergestellt und länger haltbar ist.

Rezension: Heilende Pilze

Jürgen Guthmann
Heilende Pilze
Die wichtigsten Arten der Welt
446 Seiten, Quelle & Meyer, aktualisierte und erweiterte Auflage Wiebelsheim 2020, ISBN 978-3494018515

Dickes Referenzwerk zu Großpilzen

Beeindruckend! Faszinierend! Zwei Kilogramm geballtes Wissen! Dem Chemie-Ingenieur Jürgen Guthmann gelingt hier im besten Sinne des Wortes ein populärwissenschaftliches Referenzwerk. Verständlich populär für den interessierten Laien und ergiebig wissenschaftlich für den involvierten Fachmann. 341 Seiten widmen sich 40 Pilzporträts und 31 Seiten ist allein das Literaturverzeichnis dick. Dazu kommt ein freundlich geschriebener Vorspann mit Erläuterungen zur Methodik des Buches und zu Inhaltsstoffen von Pilzen. Es werden jedoch mehr als 40 Arten beschrieben. Bei vielen seiner Porträts geht Guthmann nämlich auf verwandte Arten ein und landet somit insgesamt bei über 150. Dadurch sind die bekanntesten Speise- und Giftpilze Mitteleuropas fast alle erwähnt. Bemerkenswert ist zudem die starke Präsenz der Porlinge. Ein Bestimmungsbuch will Guthmann hier allerdings nicht liefern. Überhaupt verwundert die Dominanz Mitteleuropas/Eurasiens bei einem Buch über die Welt. Dem Leser im deutschsprachigen Raum wird´s recht sein. Sicher schlummert in den Tropen noch viel unerforschtes. Den größten Umfang mit 21 Seiten hat das Porträt über den Spitzkegligen Kahlkopf. Bezüglich juristischer Aspekte legt Guthmann eine perfekte Gratwanderung zwischen Informationen und Warnungen hin. Zusammengehalten werden Texte und Bilder von einem sehr attraktiven Pappeinband.

Erster Frost

Lange hat es in diesem Jahr bis zu den ersten Frostnächten in Berlin-Buch gedauert, deutlich sieht man es nun beispielsweise an der in sich zusammengefallenen Kapuzinerkresse. Überhaupt ist dieser November (wieder mal) der wärmste seit Beginn entsprechender Temperaturaufzeichnungen, sowohl weltweit als auch regional. Rosenknospen springen auf, Hirtentäschel blüht grüppchenweise. Solche Pflanzen vergeuden Kraft, die eigentlich für die nächste Vegetationsperiode nötig wäre.

Handgefertigte Adventskränze

Mehrere Mitarbeiter fertigen seit einigen Tagen wieder Adventskränze. Auf immergrünen Zweigen (Tanne, Lebensbaum, Wacholder, …) sind getrocknete Bio-Früchte (Zitrusscheiben, Hagebutten, Koniferenzapfen, …) sowie andere Naturmaterialien (Zimtrinde, …) angeordnet. Verkauft werden

  • Rohlinge,
  • Kränze mit Deko,
  • Kränze mit Deko und Kerzen,
  • Sonderanfertigungen entsprechend individuellen Wünschen.

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Besuch vom Bucher Boten

Am 9. 11. 2020 besuchte die Chefin vom Bucher Boten („Die erste Lokalzeitung für Buch, Karow, Panketal und Umgebung“) das ÖkoGut. Neue Projekte im ÖkoGut wurden gezeigt und Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit besprochen. Künftig soll monatlich eine Rubrik („Infos aus dem ÖkoGut“) erscheinen mit praktischen Hinweisen zur nachhaltigen Gartengestaltung.

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Neue Kleintierlebensräume

Vor über 30 Jahren wurden die Begriffe Benjeshecke und Insektenhotel einer breiteren Öffentlichkeit allmählich bekannt. Als Kleintierlebensräume tragen sie zur Artenvielfalt in Biotopen bei. Im ÖkoGut werden beide derzeit neu angelegt. Zudem wird ein Kraterbeet geplant.

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